Techno Queen
Dauer: ca. 2 Stunden
Bitte beachten Sie, dass während der Vorstellung Stroboskop-Effekte eingesetzt werden.
Während der Theaterferien sind die Tageskasse, der telefonische Kartenverkauf sowie das Abonnementbüro vom 1. August bis einschließlich 31. August 2026 geschlossen. Schriftliche Bestellungen werden weiterhin bearbeitet. Auch online können Sie weiterhin Karten erwerben.
Techno Queen
Dauer: ca. 2 Stunden
Bitte beachten Sie, dass während der Vorstellung Stroboskop-Effekte eingesetzt werden.


Elisabeth I., Königin von England: eine mythische Figur. Ein ganzes Zeitalter ist nach ihr benannt. Die jungfräuliche Königin, Tochter von Heinrich VIII. und seiner Gattin Anne Boleyn. Elisabeth, die Protestantin, ewige Rivalin der Katholikin Maria Stuart. In Techno Queen erwachen die legendären Königinnen zu neuem Leben – und laden ein zum Tanz im Jenseits zwischen Donizetti und Techno. Belcanto meets Beats – ein Electro(melo)drama
Elisabeth I., die letzte Herrscherin des Tudor-Geschlechts, hat schlechte Laune, denn: Sie steckt fest, irgendwo zwischen Diesseits und Jenseits, nicht tot, aber auch nicht wirklich lebendig. Sie blickt auf ihre unbewältigte Vergangenheit zurück, erzählt von Verrat, Missgunst und unterdrückter Sympathie. Sie bekennt ihre Liebe zu ihrer Mutter Anne Boleyn, aber auch zu ihrem Vater Heinrich VIII., der Anne Boleyn aus Machtkalkül umbringen ließ. Schwer lastet auf Elisabeth der Makel der unehelichen Geburt. Der Mensch hinter der Maske der Herrscherin ersteht leibhaftig vor dem Publikum, stellt Fragen nach Macht und Moral, die uns alle angehen. Elisabeth sucht Frieden mit ihrer Widersacherin Maria Stuart, mit der sie sich einen veritablen Boxkampf geliefert hat, muss aber erkennen, dass sie vor ihrer Schuld wohl auch im Jenseits nicht davonlaufen kann.
Belcanto und Techno – wie geht das zusammen? Regisseur Francesco Micheli, der bereits auf ähnlich gelagerte erfolgreiche Projekte in Berlin und Bergamo zurückblicken kann, sieht in den hochgepeitschten Emotionen in Donizettis Musik den perfekten Gegenpart zu den entfesselten Rhythmen des Techno. Das Publikum ist ausdrücklich aufgefordert, zu den Technobeats zu tanzen.
Der italienische Regisseur Francesco Micheli kennt nicht nur die Clubs seiner Wahlheimat Berlin, sondern engagiert sich auch in sozialen Projekten, um Menschen den Zugang zu Oper zu vermitteln. Zuletzt hat er das Opern-Doppel Cavalleria rusticana und Pagliacci an der Bayerischen Staatsoper inszeniert. Der international tätige Regisseur war jahrelang Künstlerischer Direktor des Donizetti-Festivals in Bergamo, der Heimatstadt des Komponisten.
Die Ausstattung stammt von dem für seine prächtigen und phantasievollen Kostüme bekannten georgischen Bühnen- und Kostümbildner Uta Bekaia, der erstmals für die Bayerische Staatsoper arbeiten wird und auch als Bildender Künstler in Erscheinung getreten ist. Er definiert sich als Multimediakünstler, der archaische Rituale im Licht einer queeren Perspektive wiedererstehen lässt. Residencies führten ihn nach Lettland, nach New York (MAD/Museum of Arts and Design) und in sein Heimatland Georgien.