Unsuk Chin

wurde in Seoul/Korea geboren und erhielt schon früh Unterricht in Klavier und Musik. Es folgten Kompositionsstudien an der Universität Seoul sowie mit György Ligeti in Hamburg. Die Bandbreite ihrer Kompositionen reichen von Gesang, elektronischer Musik, Klaviermusik bis hin zu Ensembles- und Orchesterwerken. Zu ihren Kompositionen gehören u.a. Gestalten, santika Ekatala, ParaMetaString, Miroirs de temps, Kala, snagS & Snarls sowie Cantatrix Sopranica. Internationale Aufmerksamkeit erregte sie zum ersten Mal 1991 mit dem Akrostichon-Wortspiel für Sopran Solo und Ensemble, eine Komposition die bereits in über fünfzehn Ländern in Europa, Asien und Nordamerika zu hören war. Für das Ensemble Intercontemporain schrieb sie Fantaisie mécanique und Xi. Zu den Interpreten ihrer Musik gehören u.a. das Ensemble Modern, die Birmingham Contemporary Music Group, das Kronos Quartett oder die Los Angeles Philharmonic New Music Group. Unsuk Chin wurde 2001/02 Composer-in-Residence des Deutschen Symphonie Orchesters, das unter der Leitung von Kent Nagano im Januar 2002 ein Violinkonzert zur Uraufführung brachte, das seitdem in zehn Ländern aufgeführt wurde. 2004 erhielt sie für dieses Werk den Grawemeyer Award. Unsuk Chin lebt in Berlin und arbeitet dort im elektronischen Studio der Technischen Universität als freie Komponistin.