Leo Kulaš

Der aus Kroatien stammende und seit vielen Jahren in Slowenien beheimatete Kostümbildner studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Belgrad. Seine ersten Kostüme schuf er 1983 für eine Produktion von Nabucco beim Sommerfestival in Split (Regie: Paolo Magelli), seitdem entwarf er Kostüme zu über 200 Theaterstücken, Balletten, Opern, Musicals, Filmen und Fernsehprogrammen. Mit dem Regisseur Matthias Davids arbeitete er für Hairspray (2017, gezeigt am Musiktheater Linz) sowie für Ghost – das Musical (2017-2019, gezeigt im Stage Theater des Westens Berlin, im Stage Operettenhaus Hamburg und im Stage Palladium Theater Stuttgart) zusammen. Im Ballettbereich ist u. a. die Zusammenarbeit mit Maja Plissetzkaja für Anna Karenina (1996), mit Jaš Otrin und Bojana Otrin Nenadovič für Schwanensee (2009) sowie mit Irek Mukhamedov für Don Quixote (2014) hervorzuheben – alle drei Produktionen kamen am Slowenischen Nationaltheater in Laibach heraus.
Mit Edward Clug arbeite er erstmals 1998 für Tango am Slowenischen Nationaltheater (SNG) in Marburg an der Drau zusammen, es folgten dort Lacrimas (2002), Radio and Juliet (2005), Architecture of Silence (2006, Gemeinschaftsproduktion mit dem Laibacher Nationaltheater), Prêt-à-Porter (2008), Gledati druge/Watching others (2010), Le Sacre du printemps (2012), Peer Gynt (2015), und Kekec (2018). Auch für zahlreiche Kreationen Edward Clugs an anderen Häusern schuf Leo Kulaš die Kostüme, namentlich für Hill Harper’s Dream, (Ballett Zürich, 2013), Les noces (Königlich Flämisches Ballett, 2013), Hora (Ballett Dortmund, 2017), Proof (Nederlands Dans Theater 1, 2017), Petruschka (Bolschoi-Ballett, 2018), Patterns in ¾ (Stuttgarter Ballett, 2019), Carmina Burana (Les Grands Ballets Canadiens, 2019), APERTURE (Nederlands Dans Theater 1, 2019), Source (Stuttgarter Ballett, 2021), Der Meister und Margarita (Bolschoi-Ballett, 2021), Coppélia (Theater Basel 2023), Don Juan (Ballet d l‘Opéra national du Capitole, 2024), Ein Sommernachtstraum (Staatsballett Berlin, 2025) und Castor et Pollux (Grand Théâtre de Genève, 2026).

(Stand: Oktober 2026)