DER RING DES NIBELUNGEN
Richard Wagner

Mit den beiden Wagner-Premieren dieser Spielzeit –  Siegfried  und Götterdämmerung  –  schließt sich der im Oktober 2025 mit dem Rheingold begonnene Ring des Nibelungen in der Regie von Tobias Kratzer.

Mit freundlicher Unterstützung der Freunde des Nationaltheaters in München e. V.


Karten für Der Ring des Nibelungen im Rahmen der Münchner Opernfest­spiele können nur als kompletter Zyklus erworben und ab sofort über das Formular bestellt werden. Die Bearbeitung der schriftlichen Bestellungen erfolgt im Rahmen des Vorverkaufs für die Münchner Opernfestspiele 2027. Alle Vorstellungen des Ring-Zyklus können einzeln im Restkarten­verkauf der Münchner Opernfestspiele erworben werden.

TERMINE: RING-ZYKLUS A TERMINE: RING-ZYKLUS B
Das Rheingold  Sa, 17.07.27 20:00 Uhr
Die Walküre  So, 18.07.27 16:00 Uhr
Siegfried  Do, 22.07.27 16:00 Uhr
Götterdämmerung  Sa, 24.07.27 16:00 Uhr

Ring-Zyklus A: Hier bestellen
Das Rheingold  Mo, 26.07.27 19:00 Uhr
Die Walküre  Di, 27.07.27 17:00 Uhr
Siegfried  Do, 29.07.27 16:00 Uhr
Götterdämmerung  Sa, 31.07.27 16:00 Uhr

Ring-Zyklus B: Hier bestellen


PREISE (in Euro):
1.114 | 986 | 836 | 662 | 416 | 276 | 112 | 80
zzgl. 8 Euro Bearbeitungsgebühr

 

 

DER BEREDTE SEELENKÜNDIGER

Symposion zu den Figuren in Richard Wagners
Ring des Nibelungen

Der einst für das Gesamtkunstwerk Richard Wagners schwärmende Friedrich Nietzsche genas laut eigener Aussage von dieser Krankheit und schlug in seinen späteren Schriften kritische Töne über den „décadent“ an. Dennoch muss er in Der Fall Wagner noch anerkennen, dass jener Musikdramendichter für den Philosophen unentbehrlich sei. Denn „wo fände er für das Labyrinth der modernen Seele einen eingeweihteren Führer, einen beredteren Seelenkündiger als Wagner? Durch Wagner redet die Modernität ihre intimste Sprache.“ Anlässlich der zyklischen Aufführungen des neuen Rings an der Bayerischen Staatsoper werden in einem Symposion Figuren aus der Tetralogie jedoch nicht nur aus philosophischer Perspektive unter die Lupe genommen. Aus den Blickwinkeln verschiedener Fachrichtungen wollen wir den Göttern, Nibelungen, Menschen und anderen Gestalten aus dem etwa sechzehnstündigen Werk an drei aufeinanderfolgenden Tagen in Vorträgen nachspüren. Das Symposion wird gemeinsam mit dem Institut für Musikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München im Gartensaal des Prinzregententheaters ausgerichtet – des Opernhauses, das vor 125 Jahren insbesondere für die Aufführung von Wagners Werken erbaut wurde.

Gartensaal des Prinzregententheaters
Do 24.06.27
Fr 25.06.27
Sa 26.06.27

Weitere Informationen werden zeitnah bekannt gegeben

 

Wagners Bühnenzauber

Anderthalb Jahrhunderte Aufführungsgeschichte
des Rings in München

„Alles was ist, endet“, prophezeit Erda bereits im Rheingold, und doch scheint das Interesse an Richard Wagners Opus magnum auch nach über 150 Jahren ungebrochen: So entsteht am Uraufführungsort der ersten beiden Teile, des Rheingolds und der Walküre, mit Tobias Kratzers Deutung bereits die zwölfte Neuinszenierung des größten Opernzyklus. Doch wie veränderte sich in der über 150-jährigen Münchner Aufführungsgeschichte der Blick auf das überzeitliche Geschehen in dieser mythologischen Erzählung? Mit der Premiere von Siegfried im Oktober 2026 wird im Freunde-Foyer des Nationaltheaters eine Ausstellung über Wagners Bühnenzauber realisiert, die umfassendes Zeugnis über die szenischen Versuche ablegt, das Unmögliche auf der Bühne des Nationaltheaters zu verwirklichen: riesige Drachen, schwimmende Rheintöchter, sich verwandelnde Wesen und göttliche Burgen. Mit der Vollendung des neuen Rings soll die Ausstellung während der Münchner Opernfestspiele 2027 auch den Königssaal in der dreidimensionalen Form von Bühnenbildmodellen erobern. Belebt werden Wagners Bühnenwelten jedoch erst von Sängerdarstellern – etliche von ihnen sind auf Porträts in den Foyers des Nationaltheaters verewigt und sollen ebenfalls einbezogen werden.

Ab der Premiere von Siegfried im Freunde-Foyer und im Juli 2027 im Königssaal, Nationaltheater

Aus dem Archiv der Bayerischen Staatsoper und des Deutschen Theatermuseums; Foto Nr. 4: Wilfried Hösl