Wagners Bühnenzauber
Anderthalb Jahrhunderte Aufführungsgeschichte
des Rings in München
„Alles was ist, endet“, prophezeit Erda bereits im Rheingold, und doch scheint das Interesse an Richard Wagners Opus magnum auch nach über 150 Jahren ungebrochen: So entsteht am Uraufführungsort der ersten beiden Teile, des Rheingolds und der Walküre, mit Tobias Kratzers Deutung bereits die zwölfte Neuinszenierung des größten Opernzyklus. Doch wie veränderte sich in der über 150-jährigen Münchner Aufführungsgeschichte der Blick auf das überzeitliche Geschehen in dieser mythologischen Erzählung? Mit der Premiere von Siegfried im Oktober 2026 wird im Freunde-Foyer des Nationaltheaters eine Ausstellung über Wagners Bühnenzauber realisiert, die umfassendes Zeugnis über die szenischen Versuche ablegt, das Unmögliche auf der Bühne des Nationaltheaters zu verwirklichen: riesige Drachen, schwimmende Rheintöchter, sich verwandelnde Wesen und göttliche Burgen. Mit der Vollendung des neuen Rings soll die Ausstellung während der Münchner Opernfestspiele 2027 auch den Königssaal in der dreidimensionalen Form von Bühnenbildmodellen erobern. Belebt werden Wagners Bühnenwelten jedoch erst von Sängerdarstellern – etliche von ihnen sind auf Porträts in den Foyers des Nationaltheaters verewigt und sollen ebenfalls einbezogen werden.
Ab der Premiere von Siegfried im Freunde-Foyer und im Juli 2027 im Königssaal, Nationaltheater