2. Akademiekonzert 2017/18
Dauer: 20.00 – ca. 22.00 Uhr, eine Pause
Während der Theaterferien sind die Tageskasse, der telefonische Kartenverkauf sowie das Abonnementbüro vom 1. August bis einschließlich 31. August 2026 geschlossen. Schriftliche Bestellungen werden weiterhin bearbeitet. Auch online können Sie weiterhin Karten erwerben.
2. Akademiekonzert 2017/18
Dauer: 20.00 – ca. 22.00 Uhr, eine Pause

Programm
Zoltán Kodály
Konzert für Orchester
Franz Liszt
Klavierkonzert Nr. 2 A-Dur
Belá Bartók
Der holzgeschnitzte Prinz op. 13
Große Suite
Von außen betrachtet erscheint es so, als würden manche Künstler wie aus dem Nichts in die Prominenz katapultiert: die sprichwörtlichen Senkrechtstarter. Bei Musikern geht das meist über das „Einspringen“ für einen berühmten Kollegen – von Null auf Hundert, ab ins kalte Wasser, und auf einmal steht man im Rampenlicht. Für Cristian Măcelaru war dieser Moment gekommen, als er 2012 beim Chicago Symphony Orchestra eine Konzertserie für Pierre Boulez übernahm. In Europa kannten zu diesem Zeitpunkt wohl kaum mehr als eine Handvoll Insider seinen Namen. Immerhin, die Geigerin Anne-Sophie Mutter hat ihn schon bald darauf nachdrücklich als „Hochbegabten“ empfohlen. Und dort, wo der aus Rumänien stammende und mit 17 Jahren in die USA übergesiedelte Dirigent vorwiegend tätig war und auch noch ist, in Miami, Houston und Philadelphia, da hat sich sein Weg schon länger abgezeichnet. Als Geiger war er Konzertmeister in mehreren Orchestern, das Rüstzeug zum Dirigieren hat er in Meisterkursen bei David Zinman, Rafael Frühbeck de Burgos, Oliver Knussen und Stefan Asbury erworben. Nun zählt er mit Mitte 30 zu den größten Talenten seiner Zunft. Mit dem phänomenalen Schweizer Pianisten Francesco Piemontesi (auch er schon weit mehr als ein Geheimtipp) gestaltet Cristian Măcelaru ein Programm, das aus dem ungarischen Kulturraum heraus die europäische Idee zu Klang werden lässt: Drei Komponisten – Zoltán Kodály, Franz Liszt und Béla Bartók –, die aus der Musik verschiedener Volksgruppen ihrer Heimat eine neue, nationenübergreifende Kunst geschaffen haben. Béla Bartók hat es seinem Freund Octavio Beu gegenüber so ausgedrückt: „Meine eigentliche Idee aber, deren ich – seit ich mich als Komponist gefunden habe – vollkommen bewusst bin, ist – die Verbrüderung der Völker, eine Verbrüderung trotz allem Krieg und Hader. Dieser Idee versuche ich – soweit es meine Kräfte gestatten – in meiner Musik zu dienen.“