19.00 Uhr | Nationaltheater

5. Akademiekonzert: JOANA MALLWITZ

Preise G , € 70 /63 /- /- /- /- /10 /7 Abo-Serie 41, <30

Konzert

Konzert

5. Akademiekonzert: JOANA MALLWITZ

Eine Konzerteinführung findet 45 Minuten vor Konzertbeginn im Capriccio-Saal statt.

gefördert durch

Zwei Komponisten aus der deutsch-österreichischen Spätromantik – beide bekannt für ihre schwelgerisch-süffige und zugleich kontrapunktisch dichte Orchestersprache – und zwei aus dem hohen Norden in Finnland kombiniert das Programm des. 5. Akademiekonzerts 2024/25. Richard Strauss bringt in seiner zweiten Tondichtung das Lebensprinzip eines immer neue Erregung suchenden Menschen zum Klingen, den allein der ständige Wechsel antreibt, bis am Ende der „Brennstoff … verzehrt“ ist und er sich gegen das Verlöschen nicht einmal mehr wehrt. Das ist nicht der Don Juan von Mozart und Da Ponte, sondern eine Endzeitfigur, voll Überdruss am Weltgetümmel, die sich in die stärkste aller denkbaren Ablenkungen flüchtet. Erich Wolfgang Korngolds spätes Violinkonzert gelingt die Fusion von Filmmusik und klassischer Gestaltung: der Komponist wollte nach eigener Aussage „Musik mit Ausdruck und Gefühl, mit langen melodischen Themen, geformt und entwickelt nach den Prinzipen der klassischen Meister“ erschaffen, Musik, die „aus dem Herzen“ kommt. Daniel Lozakovich ist schon ein Star unter den jungen Geigern und wird mit diesem Werk sein Debüt beim Bayerischen Staatsorchester geben. Auch der aufstrebende Dirigent Tarmo Peltokoski, gerade Mitte zwanzig, ist erstmals in den Akademiekonzerten zu Gast. Er bringt Musik von Landsleuten aus seiner finnischen Heimat mit, die schon zu Lebzeiten nach ganz Europa und in die weite Welt ausstrahlten. Kaija Saaraihos Ciel d’hiver (Winterhimmel), eine Neufassung des zweiten Satzes aus ihrem früheren Werk Orion, öffnet die Ohren und den Blick für Natur und Kosmos. Jean Sibelius’ letzte Symphonie wurde von ihm als „Symphonische Fantasie“ selbst uraufgeführt, mit Themen, die zu schweben scheinen, hervortauchen, wiederkehren und sich auflösen; wegen dieser organisch ineinander gleitenden Teile bezeichnete der Dirigent Sergej Kussewizki die Komposition auch als „finnischen Parsifal“.

Besetzung

  • Bayerisches Staatsorchester