ONEGIN
Choreographie John Cranko. Musik Pjotr I. Tschaikowski arrangiert von Kurt-Heinz Stolze.
Ballett in drei Akten nach Alexander Puschkin (1965)
empfohlen ab 10 Jahren
Dauer ca. 2 Stunden 25 Minuten
Während der Theaterferien sind die Tageskasse, der telefonische Kartenverkauf sowie das Abonnementbüro vom 1. August bis einschließlich 31. August 2026 geschlossen. Schriftliche Bestellungen werden weiterhin bearbeitet. Auch online können Sie weiterhin Karten erwerben.
Choreographie John Cranko. Musik Pjotr I. Tschaikowski arrangiert von Kurt-Heinz Stolze.
Dauer ca. 2 Stunden 25 Minuten
Entstanden ist das vielleicht berühmteste Ballett von John Cranko im Jahre 1965. Seit 1972 befindet sich die Produktion im Repertoire des Bayerischen Staatsballetts. Die Geschichte der jungen Tatjana, die sich in den arroganten Dandy Onegin verliebt und von ihm aufs grausamste abgewiesen wird, fasziniert das Publikum immer noch unverändert. Seit über fünfzig Jahren wird Onegin in München getanzt, und viele der großen Tänzer:innen haben den Rollen ihren eigenen unverwechselbaren Charakter gegeben. Wie kaum ein anderes Handlungsballett eröffnen die verschiedenen Charaktere breit gefächerte Möglichkeiten der Rollengestaltung: So entwickelt sich beispielsweise Tatjana im Verlauf des zweieinhalbstündigen Abends vom naiv-verträumten Teenager zu einer reifen Frau, die schließlich in einer dramatischen Auseinandersetzung die Entscheidung zwischen Leidenschaft und Pflicht zu treffen hat. Dagegen zerbricht Onegins Existenz allmählich und lässt ihn in einer verzweifelten und einsamen Lage enden.
I. Akt
1. Szene: Im Garten Madame Larinas
Die Vorbereitungen für den Geburtstag Tatjanas werden getroffen. Während Tatjana in ein Buch vertieft ist, vergnügen sich Olga und ihre Freundinnen beim Tanz. Ein altes Spiel wird gespielt: wer in den Spiegel blickt, sieht den Geliebten. Bei der fröhlichen Olga bewahrheitet sich der Aberglaube, sie erblickt ihren Verlobten, den Dichter Lenski.
Als ihre Schwester, die verträumte Tatjana, das Spiel wiederholt, sieht sie im Spiegel Onegin, der – von Lenski eingeführt – seinen Antrittsbesuch bei Madame Larina macht. Tatjana verliebt sich augenblicklich in ihn. Während Lenski und Olga tanzen, begeben sich Onegin und Tatjana in den Garten. Onegin, gelangweilter Städter, bleibt Tatjana gegenüber kühl und hochmütig. Er nimmt das junge Mädchen überhaupt nicht wahr.
2. Szene: Tatjanas Schlafzimmer
Tatjana schreibt einen Brief an Onegin, in dem sie ihrer schwärmerischen Liebe zu dem fast unbekannten Mann Ausdruck verleiht. Sie schläft ein, und im Traum erfüllt sich ihr Wunsch: als sie in den Spiegel blickt, erscheint Onegin und erwidert ihre Liebe.
II. Akt
1. Szene: Im Hause Madame Larinas
Tatjana feiert ihren Geburtstag mit einem Fest, zu dem auch Onegin und Lenski eingeladen sind. Sehnsüchtig und zugleich bangend erwartet Tatjana eine Reaktion Onegins auf ihren Brief. Als beide für kurze Zeit allein sind, zerreißt Onegin mit arroganter Geste den Brief vor den Augen Tatjanas. Er verletzt sie noch mehr, indem er Olga auf provozierende Art den Hof macht. Fürst Gremin, ein Freund der Familie Larin, erscheint auf dem Fest. Gremin tanzt mit Tatjana, deren Blicke jedoch einzig Onegin gelten. Der aber widmet sich allein Olga. Er brüskiert Lenski, der ihn wütend zum Duell fordert.
2. Szene: Ein verlassener Park
Von Todesahnungen erfüllt, betritt Lenski die Lichtung. Tatjana und Olga beschwören ihn, auf das Duell zu verzichten. Auch Onegin entschuldigt sich noch einmal bei Lenski und versucht, das Duell zu verhindern. Lenski, als romantischer Dichter tief getroffen, besteht aber darauf und wird von Onegin getötet.
III. Akt
1. Szene: Ballsaal des Fürsten Gremin
Zehn Jahre sind vergangen. Tatjana ist die Frau des Fürsten Gremin geworden. Auf dem Ball, den Gremin gibt, erscheint auch Onegin. Er ist vom Leben enttäuscht worden und hat erkannt, dass er mit Tatjana die einzige echte Liebe seines Lebens verschmäht hat. Als er Tatjana nun wiedersieht, hofft er, ihre einstigen Gefühle für ihn wiedererwecken zu können. Doch Tatjana wendet sich von ihm ab.
2. Szene: Tatjanas Boudoir
Onegin hat sich brieflich bei Tatjana angemeldet. Diese will die Begegnung vermeiden, doch sie bittet den sorglosen Gatten vergeblich, sie an diesem Abend nicht allein zu lassen. Onegin erscheint und beteuert seine Liebe. Im Kampf mit ihren Gefühlen für Onegin, den sie noch immer liebt, siegt in Tatjana schließlich das Bewußtsein ihrer Zugehörigkeit und Verbundenheit mit ihrem Gatten Gremin: Nun ist sie es, die Onegins Brief zerreißt. Verzweifelt stürzt Onegin davon. Tatjana bleibt allein zurück.
Onegin (Programm)
Onegin (Plakate, A1 2024)