Claus Guth

Claus Guth wurde in Frankfurt am Main geboren und studierte Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität sowie Theater- und Opernregie an der Hochschule für Musik in München. Seit 1990 arbeitet er als freischaffender Regisseur. Er arbeitete an den großen internationalen Opernhäusern, u. a. an der Opéra national de Paris, der Wiener Staatsoper, der Staatsoper Hamburg, am Teatro alla Scala in Mailand, am Opernhaus Zürich, an der Semperoper Dresden, De Nederlandse Opera, am Theater an der Wien, am Teatro Real in Madrid, am Teatro San Carlo, am Bolschoi-Theater sowie bei den Festspielen in Erl, Bayreuth, Aix-en-Provence, Gyndebourne und Salzburg. Für seine Inszenierungen von Daphne und Pelléas et Mélisande an der Oper Frankfurt wurde er zweimal mit dem Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet. 2022 erhielt er den Olivier Award für die beste Produktion ­– Jenůfa am Royal Opera House Covent Garden in London – und 2023 den Oper! Award für die beste Regie. 2025 wurde er bei den International Opera Awards als Regisseur des Jahres ausgezeichnet. Er inszenierte eine Reihe von Uraufführungen, darunter Beat Furrers Violetter Schnee an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, Luciano Berios Cronaca del luogo bei den Salzburger Festspielen und Chaya Czernowins Heart Chamber an der Deutschen Oper Berlin. Zu seinen Eigenkreationen zählen Arbeiten mit Helmut Oehring oder Doppelgänger an der Park Avenue Armory in New York. Am Residenztheater inszenierte er 2025 Cabaret. An der Bayerischen Staatsoper debütierte er 1996 mit Macht Masse Mensch im Marstall; es folgten Luisa MillerBluthaus von Georg Friedrich Haas – 2022 beim Musiktheaterpreis in Österreich als beste internationale Produktion ausgezeichnet –, Semele und Die Liebe der Danae. Nach der Uraufführung Of One Blood kehrt er 2026/27 für Doctor Atomic hierher zurück. (Stand: 2026)