KARTENVERKAUF SPIELZEITPAUSE
Während der Theaterferien sind die Tageskasse, der telefonische Kartenverkauf sowie das Abonnementbüro vom 1. August bis einschließlich 31. August 2026 geschlossen. Schriftliche Bestellungen werden weiterhin bearbeitet. Auch online können Sie weiterhin Karten erwerben.
Die unmögliche Enzyklopädie Nr. 48: „Machtverhältnisse“
Die unmögliche Enzyklopädie Nr. 48: „Machtverhältnisse“

Ein schier unmögliches Unterfangen: Schon die französischen Aufklärer d’Alembert und Diderot hatten die Idee, sämtliches Wissen der Welt festzuhalten und für alle systematisch aufzuarbeiten. Die Enzyklopädie wurde ein großer Erfolg – als gedankliches Projekt hingegen ist sie natürlich bis heute nicht abgeschlossen. Auch die Welt des Musiktheaters bietet eine Fülle an Begriffen, die Künstler bis heute immer wieder beschäftigen.
Die Dramaturgie von Staatsoper und Staatsballett lädt Sie daher auf eine gewagte Entdeckungsreise ein. Werden Sie zum Kenner zahlreicher Geheimnisse von Oper und Ballett und lassen Sie sich einmal im Monat an entlegene, ungesehene Orte der Oper entführen und kommen Sie mit einem Begriff auf die Spur – zusammen mit Künstlern und Musikern unseres Opernhauses sowie mit Experten unterschiedlichster Profession und Passion.
Das aktuelle Spielzeitmotto „Alles was recht ist“ kann auf differenzierten inhaltlichen Ebenen verstanden werden: einerseits bezeichnet es die Eingrenzung und Reflexion über den gängigen Rechtsbegriff, andererseits die Haltung des Auf-den-Tisch-Hauens, wenn es wirklich genug und die Empörung groß ist. Und wird dieser Aufschrei nicht nötig, wenn man mit Machtverhältnissen konfrontiert ist, die ins Ungleichgewicht geraten sind und damit als Unrecht empfunden werden?
In der 48. Ausgabe der unmöglichen Enzyklopädie werden unterschiedliche Beispiele dieser „Machtverhältnissen“ in Gesprächen und Lesungen hinterfragt. Musikalische Beiträge durch Freddie De Tommaso und durch ein Streichquartett des Bayerischen Staatsorchesters finden ebenfalls vor Kunstwerken im Museum Brandhorst statt. Wenn etwa das „Ave Maria“ aus Otello vor Cy Twomblys Lepanto-Zyklus dargeboten wird, erspürt man nicht nur eine der grausamsten Seeschlachten der Geschichte, nämlich die Schlacht von Lepanto, die Vorbild für Shakespeare und damit auch für Giuseppe Verdis Vertonung gewesen ist, sondern auch das Machtverhältnis in einer Beziehung, einen ausweglos erscheinenden Geschlechterkampf.
In Zusammenarbeit mit Museum Brandhorst
Besetzung
- Solist I