TRISTAN UND ISOLDE – Live-Übertragung am 31. Juli 2021 im Rahmen von OPER FÜR ALLE

1865 wurde Richard Wagners vielleicht radikalste und persönlichste Oper am Münchner Nationaltheater uraufgeführt.
Am 29. Juni 2021 feiert die mittlerweile zehnte Münchner Inszenierung von Tristan und Isolde  Premiere. Regie führt Krzysztof Warlikowski, der zuletzt 2019 Salome an der Bayerischen Staatsoper inszenierte. Der ehemalige Generalmusikdirektor Kirill Petrenko übernimmt die musikalische Leitung des Bayerischen Staatsorchesters.

In den Titelpartien erleben Sie Anja Harteros und Jonas Kaufmann (beide feiern ihr szenisches Rollendebüt), als Brangäne Ensemble-Mitglied Okka von der Damerau und als König Marke Mika Kares (ebenfalls Rollendebüt). Zur Besetzung.
Die Neuproduktion wird am 31. Juli im Rahmen von OPER FÜR ALLE bei freiem Eintritt live auf den Marstallplatz und kostenfrei auf STAATSOPER.TV übertragen.

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Live-Stream  

TRISTAN UND ISOLDE

am 31. Juli 2021, 17.00 Uhr
kostenfrei auf STAATSOPER.TV  

 

Zur Besetzung

Hinweise zu Ihrem Besuch ab dem 29. Juni 2021

Alle Infos

OPER FÜR ALLE

Sa, 31. Juli 2021, 17.00 Uhr


Live-Übertragung auf den Marstallplatz

Eintritt frei

 

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Liebestod, Tristan-Akkord und Todessehnsucht – zu Werk und Inszenierung

Das Werk handelt von der grenzüberschreitenden Liebe des Titelpaars: „Leben und Tod, die ganze Bedeutung und Existenz der äußeren Welt, hängt hier allein von der inneren Seelenbewegung ab.“, so Wagner über seiner Oper. Einer Liebe, die die Regeln der Gesellschaft verbieten, weil Isolde eigentlich die Frau König Markes werden soll, dem Onkel Tristans. Heimlich bis offen gelebte, ehegefährdende Beziehungen waren dem Komponisten nicht fremd: Während der Entstehung der Oper unterhielt er ein enges Verhältnis mit Mathilde Wesendonck, der Gattin seines damaligen Gönners Otto Wesendonck. Außerdem begann der Komponist bereits im Vorfeld der Premiere von Tristan und Isolde in München eine Affäre mit Cosima, der Ehefrau des Dirigenten eben dieser Uraufführung: Hans von Bülow. In Wagners Oper erwägt sein Protagonistenpaar als Ausweg mehrfach den „Liebestod“, von dessen Verwirklichung Tristan und Isolde aber bis zum Schluss abgehalten werden. Dazu erklingt eine Musik, mit der Wagner die Grenzen der Tonalität ausgereizt und welche nachfolgende Komponisten über Generationen beeinflusst hat. Wegen ihrer großen musikalischen Anforderungen an Sänger und Orchester hatte die Oper von Beginn an den Ruf der Unspielbarkeit: Nach mehreren geplatzten Versuchen der Uraufführung, unter anderem in Wien nach 77 Proben, gelang der Kraftakt erst durch die bedingungslose Unterstützung von Wagners Mäzen Ludwig II. im Münchner Nationaltheater.

Zur Handlung
Nach dem Krieg zwischen Irland und Cornwall wird die irische Prinzessin Isolde als Pfand für den Frieden von Tristan nach Cornwall gebracht, um König Marke zu heiraten. Tristan hatte Isoldes Verlobten Morold im Kampf erschlagen und sich anschließend unter falschem Namen von ihr gesund pflegen lassen. Sie wollte sich rächen, verschonte aber Tristans Leben. Empört darüber fasst Isolde den Plan, sich und Tristan zu töten. Statt des Todestrankes nehmen die beiden aber einen Liebestrank zu sich, nachdem Isoldes Vertraute, Brangäne, die Flüssigkeiten miteinander vertauscht hatte. Hinter Markes Rücken treffen sich Tristan und Isolde heimlich nachts, bis sie durch den Verrat Melots vom König ertappt werden. Tristan wirft sich in Melots Schwert, nachdem er Isolde das Versprechen abgenommen hat, ihm in den Tod zu folgen.
Von seinem engsten Vertrauten Kurwenal an den Ort seiner Kindheit gebracht, verzehrt sich Tristan in seiner Sehnsucht nach Isolde. Mit ihrer Ankunft stirbt Tristan. Marke will den beiden Liebenden verzeihen, doch Kurwenal erkennt die friedliche Absicht des Königs und dessen Gefolge nicht. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, bei der Kurwenal und Melot getötet werden. Marke beklagt seinen toten Freund Tristan, dem Isolde – losgelöst von allem – in den Tod folgt.

M. Kares, J. Kaufmann, O. v. d. Damerau (© W. Hösl)

Zur Inszenierung
In seiner Inszenierung geht Krzysztof Warlikowski der Frage nach, welche Umstände einen Menschen dazu bewegen können, das eigene Leben beenden zu wollen. Was hat es mit diesem „Liebestod“ auf sich? Die Inszenierung begibt sich auf die Suche nach Tristans innerer Wunde: Der Titelheld, der im Verlauf der Vorgeschichte und der Opernhandlung zweimal schwer verwundet wird, trägt den Verlust seiner Eltern bereits vor bzw. bei seiner Geburt als Bürde mit sich durchs Leben. Małgorzata Szczęśniak hat für die drei Aufzüge einen klaustrophobisch anmutenden, holzvertäfelten Einheitsraum geschaffen, in dem die Figuren ihren Konflikten und seelischen Abgründen ausgeliefert sind. 

J. Kaufmann, A. Harteros (© W. Hösl)

Zur Besetzung
Die letzte Neuproduktion auf der Bühne des Nationaltheaters in Nikolaus Bachlers Intendanz wird vom ehemaligen Generalmusikdirektor Kirill Petrenko musikalisch geleitet, der als Dirigent von Wagners Opern in München bereits bei den Neuinszenierungen von Die Meistersinger von Nürnberg, Tannhäuser und Parsifal für Aufsehen sorgte. Das Münchner „Traumpaar“ Jonas Kaufmann und Anja Harteros, die 2009 das erste Mal in Richard Wagners Lohengrin gemeinsam auf der Bühne des Nationaltheaters standen, geben beide ihre Rollendebüts.