17.30 Uhr | Rheingold bar-bistro

VORTRAG: EIN BLUT, ZWEI ROLLEN


Extra

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VORTRAG: EIN BLUT, ZWEI ROLLEN

Dauer ca. 0 Stunden 30 Minuten

Hinweis: Eintritt frei. 

PD Dr. Georg Eckert (Historiker)

Ein Blut, zwei Rollen: Wie Elisabeth und Maria Stuart ihr Drama inszenierten
Einträchtig ruhen Königin Elisabeth I. von England und Maria Stuart, die in den 1570er und 1580er Jahren ihren Streit um die englische Krone austrugen, nahe beieinander in Westminster Abbey. Bis heute aber wird ihr Machtkampf auf Theater- und Opernbühnen ausgefochten – von Friedrich von Schiller bis Elfriede Jelinek, von Gaetano Donizetti bis nunmehr Brett Dean. Dabei war der Konflikt zwischen Elisabeth und Maria Stuart einerseits gar kein Drama, sondern exakt kalkulierte Machtpolitik: von beiden. Andererseits war er von den Protagonistinnen dezidiert als ein Drama angelegt: nicht im Sinne eines Verhängnisses, sondern indem beide ihre Rolle kontrolliert zu spielen wussten. In der Frühen Neuzeit war die ganze Welt eine Bühne, so hat es Shakespeare einmal formuliert, und eben erst recht die politische. In diesem Sinne waren sämtliche Gefühle und Gefühllosigkeiten, die Elisabeth und Maria Stuart erkennen ließen, zunächst einmal keine persönlichen Emotionen, sondern wohlüberlegte Gesten: vor einem hochadeligen Publikum, das sich einen eigenen Reim auf dieses überaus kunstvolle Schauspiel machte. Der Vortrag möchte darauf aufmerksam machen, wie die beiden Rivalinnen ihre Politik jeweils gekonnt zu inszenieren verstanden – mit dem besseren Ende für Elisabeth, jedenfalls im realen Leben.

Im Anschluss: Of One Blood

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Vor ausgewählten Vorstellungen werden Expert:innen aus verschiedenen Gebieten neue Perspektiven auf die gezeigten Werke und das Musiktheater im Allgemeinen eröffnen.

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