16.00 Uhr | Nationaltheater

Siegfried (2012)

Richard Wagner

Oper

Oper
#BSOsiegfried

Siegfried

Komponist Richard Wagner. Dichtung vom Komponisten.

Zweiter Tag des Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen (1876)

empfohlen ab 14 Jahren

In deutscher Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache. Neuproduktion.

Dauer ca. 5 Stunden 30 Minuten

1. Akt ca. 16.00 - 17.25 Uhr Pause ca. 17.25 - 18.10 Uhr 2. Akt ca. 18.10 - 19.30 Uhr Pause ca. 19.30 - 20.05 Uhr 3. Akt ca. 20.05 - 21.30 Uhr

Koproduktion mit dem Gran Teatre del Liceu, Barcelona

Einführungen finden jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn (ausgenommen am Premierenabend) im Capriccio-Saal statt. Sitzplätze nur begrenzt vorhanden, Dauer ca. 20 Min.

Die Premiere wird live auf BR Klassik übertragen. Im Anschluss diskutiert das „Kritische Trio“ die Premiere live auf BR Klassik. Die Diskussion ist am folgenden Tag auf Staatsoper.tv zu sehen.

Mit der Premiere von Siegfried im Oktober 2026 wird im Freunde-Foyer des Nationaltheaters eine Ausstellung über Wagners Bühnenzauber realisiert. Mehr Informationen zur Ausstellung.

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Logo Der Ring wird unterstützt von ParTec Modular Supercomputing Bernhard Frohwitter

Mit freundlicher Unterstützung der Freunde des Nationaltheaters in München e. V.

Seit den Geschehnissen in Die Walküre sind etliche Jahre ins Land gegangen. Siegfried, Sohn von Siegmund und Sieglinde und inzwischen Waise, wächst in großer Abgeschiedenheit bei Mime auf. Immer mehr bedrängen ihn Fragen nach seiner Herkunft und Identität. Mime versucht, Siegfried zu instrumentalisieren: Der außergewöhnlich starke Siegfried soll mit dem Schwert Notung Fafner töten, der im Besitz des Rings ist und sich völlig zurückgezogen hat. Siegfried tötet Fafner und nimmt Ring und Tarnkappe an sich. Göttervater Wotan zieht inkognito umher, in steter Sorge um Siegfried, der das Überleben der Götter sichern soll. Doch seine Macht schwindet. Furchtlos durchschreitet Siegfried den Feuerwall, der die schlafende Wotan-Tochter Brünnhilde schützend umgibt. Siegfried und Brünnhilde entbrennen in Liebe füreinander – Wotans Plan scheint aufzugehen.

Siegfried, 1876 bei den ersten Bayreuther Festspielen uraufgeführt, kann als Herzstück des Ring-Zyklus angesehen werden. Es war Siegfrieds Geschichte, die Wagners Interesse an dem Nibelungen-Stoffkreis weckte und deren Text er zuerst verfasste. Er versetzte den Sagentext mit Märchenmotiven und schuf eines der originellsten Operntextbücher überhaupt. Musikalisch ist Siegfried mit seinen dunkel schimmernden, ehernen Klangfarben und den mal zarten, mal monumentalen Naturschilderungen trotz einer über zehnjährigen Kompositionspause aus einem Guss. Es fällt auf, wie stark dialogisch und damit antithetisch das Werk strukturiert ist: Die vielen spannenden Zweierszenen stellen so etwas wie den Markenkern dieser Oper dar und beweisen zugleich, dass Siegfried bei aller Märchenhaftigkeit ein zutiefst philosophisches Werk ist.

Besetzung

  • Bayerisches Staatsorchester

Zeitstrahl

  1. 1200-10-02
  2. 1813-04-04
    1819-01-31
  3. 1827-06-17
  4. 1848-10-10
    1849-05-08
  5. 1850-01-27
    1851-07-08
    1852-03-01
    1853-12-13
    1856-04-14
    1857-05-18
  6. 1861-02-03
    1862-08-02
    1864-04-03
    1865-02-06
    1868-07-06
    1869-06-21
  7. 1870-03-06
    1871-06-18
    1872-11-24
    1874-05-10
    1875-03-28
    1876-05-21
    1878-12-10
  8. 1883-02-12
  9. 1896-06-04
Weiter
  1. Historisches Ereignis
    1200

    12. / 13. Jh.: Die frühesten schriftlichen Zeugnisse über Siegfried/Sigurd finden sich in der isländischen Völsunga saga, in der Snorra-Edda und im Nibelungenlied. Der Name Siegfried leitet sich vermutlich aus „sigr“ (Sieg) und dem Wortteil „friþ“/„frith“ (Schutz, Frieden) ab.

  2. Werkrelevantes Ereignis
    1813

    22. Mai: Richard Wagner wird in Leipzig geboren.

    BN: Album von Leipzig. 15 chromolithographische Abbildungen, mit einer poetischen Widmung von Edwin Bormann. Leipzig: Gustav Fock, [nach 1892]. S. [29 rechts]

  3. Historisches Ereignis
    1819

    Das Märchen Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen erscheint in der zweiten Auflage der Kinder- und Hausmärchen von Jacob und Wilhem Grimm. Aus den zugrunde liegenden mündlichen Überlieferungen machen die Grimms eine Entwicklungs- bzw. Initiationsgeschichte. Das Motiv des angstfreien Menschen, der Prüfungen besteht, findet sich bereits im Mittelalter. Die Grimms selbst verweisen u. a. auf Parzival.

  4. Historisches Ereignis
    1827

    Der Germanist und Verleger Karl Simrock bringt die neuhochdeutsche Übersetzung des Nibelungenliedes heraus. In dieser Quelle stammt Siegfried aus Xanten, wo er auch seine Jugend verlebt. Wie bei Wagner besiegt Siegfried einen Drachen und badet in dessen Blut. Gewaltsam kommt er in den Besitz des Nibelungenschatzes.

  5. 1848

    Spätsommer: Wagner verfasst den Aufsatz Die Wibelungen. Weltgeschichte aus der Sage, in dem er u. a. Vergleiche zwischen Siegfried und Kaiser Barbarossa zieht.
    4. Oktober: Wagner beendet die Prosa-Vorstudie Der Nibelungen-Mythus. Als Entwurf zu einem Drama. Hier ist bereits die gesamte Handlung der späteren Tetralogie konzipiert. Veröffentlicht wird sie 1871 im zweiten Band von Richard Wagners Gesammelten Schriften und Dichtungen.
    20. Oktober
    : Wagner beendet den Prosaentwurf von Siegfried’s Tod.
    12. bis 28. November: Urfassung der Dichtung zu Siegfried’s Tod

    BN: Bayerische Staatsbibliothek

  6. Historisches Ereignis
    1849

    Wagner nimmt am Dresdner Maiaufstand teil und muss daraufhin die Stadt fluchtartig verlassen. Er geht ins Schweizer Exil und verfasst dort in den frühen 1850er Jahren seine kunsttheoretischen Schriften, darunter Oper und Drama (1851).

  7. Werkrelevantes Ereignis
    1850

    14. September: Wagner berichtet in einem Brief an Ernst Benedikt Kietz von dem Plan, das Nibelungen-Drama in einem provisorischen Theater aus Brettern aufzuführen.

  8. Werkrelevantes Ereignis
    1851

    3. bis 10. Mai: Wagner konzipiert in Zürich Der junge Siegfried und verfasst vom 24. Mai bis 1. Juni einen entsprechenden Prosaentwurf.
    3. bis 24. Juni
    : Urfassung der Dichtung zu Der junge Siegfried
    Wagner formuliert die Idee eines Nibelungen-Bühnenfestspiels in Eine Mitteilung an meine Freunde.

  9. Werkrelevantes Ereignis
    1852

    15. Dezember: Beendigung der Überarbeitung von Der junge Siegfried und Siegfried’s Tod

  10. Werkrelevantes Ereignis
    1853

    Mitte Februar: Privatdruck der Ring-Dichtung

  11. Werkrelevantes Ereignis
    1856

    22. Juni: Erste Überlegung Wagners, den Titel von Der junge Siegfried in Siegfried und den von Siegfried’s Tod in Götterdämmerung zu ändern.
    Vor dem 22. September: Beginn der Kompositionsskizze von Siegfried
    22. September: Beginn der Orchesterskizze des 1. Akts von Siegfried
    11. Oktober: Beginn der Partitur-Erstschrift des 1. Akts von Siegfried

    BN: Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, Bayreuth

  12. Werkrelevantes Ereignis
    1857

    20. Januar: Beendigung der Kompositionsskizze des 1. Akts von Siegfried 
    5. Februar: Beendigung der Orchesterskizze des 1. Akts von Siegfried
    31. März: Beendigung der Partitur-Erstschrift des 1. Akts von Siegfried
    12. Mai: Beginn der Partitur-Zweitschrift (Reinschrift) von Siegfried
    22. Mai: Beginn der Kompositionsskizze des 2. Akts von Siegfried
    18. Juni: Beginn der Orchesterskizze des 2. Akts von Siegfried
    26. Juni: Unterbrechung der Kompositionsskizze des 2. Akts von Siegfried
    27. Juni: Unterbrechung der Orchesterskizze des 2. Akts von Siegfried
    13. Juli: Wiederaufnahme der Kompositionsskizze des 2. Akts von Siegfried
    30. Juli: Beendigung der Kompositionsskizze des 2. Akts von Siegfried
    9. August: Beendigung der Orchesterskizze des 2. Akts von Siegfried

    BN: Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, Bayreuth

  13. Historisches Ereignis
    1861

    Januar und Mai: Uraufführung von Friedrich Hebbels Trauerspiel Die Nibelungen an zwei Abenden am Großherzoglichen Theater in Weimar

  14. Werkrelevantes Ereignis
    1862

    Ende Dezember / Anfang Januar 1863: Publikation des Vorworts zur Herausgabe der Dichtung des Bühnenfestspiels ‚Der Ring des Nibelungen‘
     

  15. Werkrelevantes Ereignis
    1864

    27. September: Wiederaufnahme der Partitur-Reinschrift des 1. Akts von Siegfried (2. Szene)
    22. Dezember: Beginn der Partitur-Erstschrift des 2. Akts von Siegfried
     

  16. Werkrelevantes Ereignis
    1865

    10. Juni: Uraufführung von Tristan und Isolde am Königlichen Hof- und Nationaltheater in München
    2. Dezember: Beendigung der Partitur-Erstschrift des 2. Akts von Siegfried

    BN: Archiv Bayerische Staatsoper 

  17. Werkrelevantes Ereignis
    1868

    21. Juni: Uraufführung von Die Meistersinger von Nürnberg am Königlichen Hof- und Nationaltheater in München
    Ende Dezember: Beendigung der Partitur-Reinschrift des 1. Akts von Siegfried

    BN: Archiv Bayerische Staatsoper 

     

  18. Werkrelevantes Ereignis
    1869

    23. Februar: Beendigung der Partitur-Reinschrift des 2. Akts von Siegfried
    1. März bis 14. Juni: Kompositionsskizze des 3. Akts von Siegfried
    6. Juni: Wagners Sohn Siegfried wird in Tribschen geboren.
    25. Juni bis 5. August: Orchesterskizze des 3. Akts von Siegfried
    25. August: Beginn der Partitur-Reinschrift des 3. Akts von Siegfried
    22. September: Uraufführung von Das Rheingold am Königlichen Hof-und Nationaltheater in München
     

  19. Werkrelevantes Ereignis
    1870

    26. Juni: Uraufführung von Die Walküre am Königlichen Hof- und Nationaltheater in München
    15. August: Richard und Cosima Wagner heiraten in Luzern.
    25. Dezember: Im schweizerischen Tribschen überrascht Wagner Cosima zu deren 33. Geburtstag mit einem Morgenständchen im Treppenhaus: Das Siegfried-Idyll (mit musikalischem Material aus Siegfried) wird somit uraufgeführt.

    BN: Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, Bayreuth
     

  20. Werkrelevantes Ereignis
    1871

    5. Februar: Vollendung der Siegfried-Partitur

    BN: Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, Bayreuth

  21. Werkrelevantes Ereignis
    1872

    22. Mai: Grundsteinlegung zum Bau des Festspielhauses in Bayreuth
     

  22. Werkrelevantes Ereignis
    1874

    28. April: Einzug der Familie Wagner in die Villa Wahnfried in Bayreuth
    21. November: Die Partitur der Götterdämmerung und damit der gesamte Ring ist abgeschlossen.
     

  23. Werkrelevantes Ereignis
    1875

    30. Dezember: Erstdruck von Siegfried bei B. Schott’s Söhne/Mainz

  24. Werkrelevantes Ereignis
    1876

    16. August: Uraufführung von Siegfried bei den ersten Bayreuther Festspielen

    BN: Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, Bayreuth

  25. Werkrelevantes Ereignis
    1878

    10. Juni: Siegfried erlebt seine Münchner Erstaufführung am Königlichen Hof- und Nationaltheater. In der Spielzeit 1878/79 komplettieren die drei weiteren Neuinszenierungen (in der Reihenfolge Götterdämmerung, Die Walküre und Das Rheingold), den ersten vollständigen Ring außerhalb Bayreuths.
     
    BN: Archiv Bayerische Staatsoper 

  26. Werkrelevantes Ereignis
    1883

    13. Februar: Richard Wagner stirbt in Venedig.

  27. Werkrelevantes Ereignis
    1896

    Der Ring des Nibelungen steht erstmals seit der Uraufführung wieder auf dem Spielplan der Bayreuther Festspiele.

Das sagt die Presse

Backstage Classical
 

„Ein Abend, der zeigt, wie vielfältig Wagner heute wieder sein kann. Kurzweilig. Klug. Kratzer.“

Salzburger Nachrichten

„Tobias Kratzer schafft es mit klugen Regieeinfällen eine krimiartige Spannung zu entwickeln. Es lohnt sich dranzubleiben an diesem klugen, spannenden Münchner „Ring“ bis zur finalen „Götterdämmerung“ im kommenden Juni.“

Merkur

„Gehärtet ist das Klangbild des Bayerischen Staatsorchesters, prägnant in der Überlagerung der Ebenen, tiefe- und trennscharf. Die rhythmische Energie der Partitur ist stets präsent.“

Salzburger Nachrichten


„Vladimir Jurowski setzt das volle Potenzial des erstklassigen Bayerischen Staatsorchesters frei. Der Generalmusikdirektor formt einen kontrastreichen Klang zwischen kammermusikalischer Transparenz und überwältigenden symphonischen Aufwallungen.“

BR Klassik


„Benjamin Bruns spielt mit Witz und Intelligenz. Seine Stimme ist hell, aber körperhaft, hat Metall und Wärme, kommt mühelos durch und wird nie hart.“

Merkur

„Bei Benjamin Bruns ist eine lyrisch grundierte Tenorstimme zu bestaunen, die sich völlig natürlich geweitet hat. Nichts klingt überreizt, alles reflektiert, alles souverän dosiert.“

Backstage Classical


„Nicholas Brownlee präsentiert einen Gott, der seine Autorität nie vokal in den Vordergrund stellt, dafür aber walhallhafte Klangkultur hören lässt.“

Süddeutsche Zeitung

„Simone Schneider ist die Ruhe selbst, ihre Töne strahlen die Selbstgewissheit einer Frau aus, die endlich zu sich gefunden hat.“

BR Klassik
 

„Georg Nigls Alberich bebt vor lauter Hass und Verzweiflung.“

Kritisches Trio - Eleonore Büning

„Vladimir Jurowski dirigiert mit einer großen Transparenz für die Linien und die Form und interpretiert die Oper als einen symphonischen Siegfried auf hervorragende Art und Weise.“ 

Kritisches Trio - Bernhard Neuhoff

„Tobias Kratzer gelingt in seiner Inszenierung ein Geniestrich, indem er durch ein auftretendes Double Siegfrieds Kind die frühkindlichen Projektionen und Verstrickungen auf der Bühne sichtbar macht.“

Kindlicher Gemälde-Stil von Andi Fischer: Links steht ein Mann mit gelben Haaren unter einer Regenwolke. Rechts ein gelbes Fabelwesen mit aufgerissenem Maul, darüber eine gelbe Sonne.Bühnenszene in einem modern eingerichteten Wohnzimmer: Ein Junge und ein erwachsener Mann in hellblauem Poloshirt kreuzen spielerisch Schwerter aus Pappe.Bühnenszene in einem modern eingerichteten Wohnzimmer: Ein Kind spielt mit einem Schwert aus Pappe, ein Mann steht neben ihm.Bühnenszene mit Blick auf zwei Räume, in denen zwei Männer und ein Kind sich aufhalten.Modern eingerichtetes Kinderzimmer: Ein Mann kniet vor einer Laken, das in einem Kinderschlafzimmer zur Höhle gebaut wurde. Unter dem Laken strahlt rotes Licht hervor.Siegfried kniet blutüberströmt auf dem Boden und hält einen Vogel in seinen Händen in einer dunklen, dreckigen Gasse.Ein Ausschnitt aus einer Videoüberwachung im Nationaltheater, wo Siegfried eine Büste in den Händen hält, die zerstört worden ist.In einem dunklen, karg möblierten Raum steht ein Tisch vor dem ein Mensch sitzt mit einem Sack auf dem Kopf. Vor ihm steht ein Mann, im Hintergrund Krieger:innen.Ein Mann mit einem Schwert steht in einem dunklen Raum mit Sportgeräten.Im Königssaal der Bayerischen Staatsoper schmiert Siegfried mit seinen Händen Motive an die Spiegeltüren.Der junge und der erwachsene Siegfried stehen sich im Königssaal gegenüber, zwischen ihnen liegt Brünnhilde auf einer Matratze.In einer dunklen, dreckigen Gasse vor einer Häusersiedlung gibt es eine Explosion.Kindlicher Gemälde-Stil von Andi Fischer: Links steht ein Mann mit gelben Haaren unter einer Regenwolke. Rechts ein gelbes Fabelwesen mit aufgerissenem Maul, darüber eine gelbe Sonne.

Motive © Serifa