19.00 Uhr | Bergson Pop-Up-Store

Stelldichein!

Offstage 360

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Stelldichein!


Die Reihe Stelldichein! nimmt Spielzeitmotto und Themen der Opernpremieren zum Ausgangspunkt und entwickelt mit kulturellen Partnern der Stadt individuelle Formate, interdisziplinär und vielseitig.

Eine Kooperation der Bayerischen Staatsoper mit dem Bergson

 „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“: In der Fledermaus von Johann Strauß kommt so manche doppelbödige Weisheit im Gewand des Walzers daher. Nicht zufällig widmet sich das erste Stelldichein! der Spielzeit 2023/24 daher dem Walzer im Wandel der Zeiten und begibt sich damit auf die Spur des diesjährigen Spielzeitmottos, „Wir sind zwei Abgründe – ein Brunnen, der in den Himmel schaut.“  

Zu Gast sind wir im Bergson Pop-Up-Store im Rathaus am Marienplatz, in dem sich das derzeit im Bau befindliche Bergson Kunstkraftwerk der Öffentlichkeit vorstellt. Auch dort gibt es Fledermäuse – aber das ist ein anderes Thema … Jetzt geht es um wechselhafte und politisch erstaunlich brisante Geschichte der Tanz- und Musikform des Walzers, vom harmlosen Ländler in der Dorfschenke bis zum sittlich anstößigen Wirbel der Paare im Ballsaal. Im Gespräch mit Maximilian Maier, dem langjährigen Klassik-Moderator beim Bayerischen Rundfunk und jetzigen Bergson-Programmdirektor, umreißt Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski die Entstehungsgeschichte dieses Tanzes zwischen Ordnung und Ekstase, seine Ausprägungen in verschiedenen europäischen Ländern, zu unterschiedlichen Epochen und an historischen Sollbruchstellen. Mit der Bayerischen Staatsoper und dem Bergson assoziierte Musiker:innen begleiten den Abend, lassen Walzer von Strauß, Gounod und Schostakowitsch erklingen – und untersuchen auch mögliche Wege zeitgenössischer kompositorischer Auseinandersetzung mit dem ganz speziellen Dreiertakt.

Mehr Informationen zu der Vorstellung Die Fledermaus finden Sie hier. 

BMW GLOBAL Partner

„We are both of one country, in one island and of one blood.“

In der Reihe Stelldichein! nimmt die Bayerische Staatsoper Spielzeitmotto und -premieren zum Ausgangspunkt für besondere Partnerschaften. Die ambivalente Beziehung der Herrscherinnen Mary Stuart und Elizabeth Tudor steht im Zentrum unserer Begegnung im Literaturhaus München. Dort findet zwischen dem 21. und 30. April 2026 das diesjährige Literaturfest statt.

Wie frei war die englische Königin in ihrer Entscheidung, die Hinrichtung ihrer Cousine zu veranlassen? Welche menschlichen Seiten verbergen sich hinter der Fassade monarchischer Repräsentation? Diesen Fragen gehen seit Jahrhunderten nicht nur die Geschichtsschreibung und zahlreiche künstlerische Adaptionen nach, sondern auch der australische Komponist Brett Dean und seine Librettistin Heather Betts in ihrer Oper Of One Blood, die im Mai an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt wird.

Im Literaturhaus sollen die beiden Königinnen selbst zu Wort kommen: Pia Händler und Lisa Stiegler sind nicht nur Ensemblemitglieder am Residenztheater, sondern verkörpern dort auch die beiden Frauen in der jüngsten Inszenierung von Friedrich Schillers Maria Stuart. Die fiktive Konfrontationsszene aus diesem einflussreichen deutschen Drama wird ergänzt durch Texte von Elfriede Jelinek und Stefan Zweig.

Die Lesungen verschränken sich mit einem musikalischen Programm, das von der Mezzosopranistin Lotte Betts-Dean und Mitgliedern des Bayerischen Staatsorchesters gestaltet wird: Kompositionen von Brett Dean auf Texte der historischen Mary Stuart geben einen Vorgeschmack auf seine große Oper im Nationaltheater.