19.00 Uhr | Münchner Marionettentheater

Stelldichein!#2

Offstage 360

Offstage 360

Stelldichein!#2


Die Reihe Stelldichein! nimmt Spielzeitmotto und Themen der Opernpremieren zum Ausgangspunkt und entwickelt mit kulturellen Partnern der Stadt individuelle Formate, interdisziplinär und vielseitig.

 

Carl Orff und das Marionettenspiel

Eine Kooperation der Bayerischen Staatsoper mit dem Münchner Marionettentheater

Anlässlich unserer bevorstehenden Premiere von Lucrezia / Der Mond im Cuvilliés-Theater widmen wir uns dem zweiten Komponisten dieses Doppel-Opernabends: Carl Orff. Wir sind zu Gast im Münchner Marionettentheater, das seit den 1950er-Jahren in jeder Spielzeit mindestens eines seiner Stück auf dem Spielplan hat. Regelmäßig werden hier Bühnenwerke des Münchners Orff, für den seit seiner Kindheit das Figurentheater zutiefst prägend war und zeitlebens eine wichtige Rolle gespielt hat, für das Marionetten-, Puppen- und Sprechtheater adaptiert, wobei großartig verspielte Inszenierungen für Jung und Alt entstehen. Wenngleich gerade in Orffs Werk Figuren- und Musiktheater eng miteinander verknüpft sind, sind Wirkungsmechanismen, Anforderungen und Möglichkeiten dieser Theaterformen einander zum Teil diametral entgegengesetzt. Gemeinsam mit Siegfried Böhmke, dem Intendanten des Münchner Marionettentheaters, Ustina Dubitsky, Dirigentin der Opernstudioproduktion Lucrezia / Der Mond und der Theaterwissenschaftlerin Prof. Dr. Johanna Zorn wollen wir den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen mit lebenden Körpern und Puppen erarbeiteten Produktionen nachgehen.

Münchner Marionettentheater
Blumenstraße 32
80331 München

BMW GLOBAL Partner

„We are both of one country, in one island and of one blood.“

In der Reihe Stelldichein! nimmt die Bayerische Staatsoper Spielzeitmotto und -premieren zum Ausgangspunkt für besondere Partnerschaften. Die ambivalente Beziehung der Herrscherinnen Mary Stuart und Elizabeth Tudor steht im Zentrum unserer Begegnung im Literaturhaus München. Dort findet zwischen dem 21. und 30. April 2026 das diesjährige Literaturfest statt.

Wie frei war die englische Königin in ihrer Entscheidung, die Hinrichtung ihrer Cousine zu veranlassen? Welche menschlichen Seiten verbergen sich hinter der Fassade monarchischer Repräsentation? Diesen Fragen gehen seit Jahrhunderten nicht nur die Geschichtsschreibung und zahlreiche künstlerische Adaptionen nach, sondern auch der australische Komponist Brett Dean und seine Librettistin Heather Betts in ihrer Oper Of One Blood, die im Mai an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt wird.

Im Literaturhaus sollen die beiden Königinnen selbst zu Wort kommen: Pia Händler und Lisa Stiegler sind nicht nur Ensemblemitglieder am Residenztheater, sondern verkörpern dort auch die beiden Frauen in der jüngsten Inszenierung von Friedrich Schillers Maria Stuart. Die fiktive Konfrontationsszene aus diesem einflussreichen deutschen Drama wird ergänzt durch Texte von Elfriede Jelinek und Stefan Zweig.

Die Lesungen verschränken sich mit einem musikalischen Programm, das von der Mezzosopranistin Lotte Betts-Dean und Mitgliedern des Bayerischen Staatsorchesters gestaltet wird: Kompositionen von Brett Dean auf Texte der historischen Mary Stuart geben einen Vorgeschmack auf seine große Oper im Nationaltheater.