19.00 Uhr | Ballett-Probenhaus Platzl 7

Ballett extra: Ein Abend zu Maurice Béjarts Ballett "Boléro"


Ballett

Ballett

Ballett extra: Ein Abend zu Maurice Béjarts Ballett "Boléro"

Eine weit verbreitete Anekdote besagt, dass bei der Uraufführung von Maurice Ravels Boléro eine Dame im Publikum ausgerufen haben soll: „Hilfe, ein Verrückter!“ Der Komponist soll darauf lakonisch geantwortet haben: „Die hat die Sache begriffen“. Was gleichermaßen irritieren wie faszinieren kann: das Stück besteht aus einem 169mal wiederholten Trommelrhythmus und aus einer einzigen, sich in Instrumentation und Lautstärke beständig steigernden Melodie. Es bescherte Maurice Ravel Weltruhm. Dass es eigentlich für ein Ballett entstanden ist und nur eine Notlösung war, ist weitaus weniger bekannt als das Stück selbst.

In einem etwa dreißigminütigen Vortrag in deutscher Sprache beleuchtet Ballettdramaturg Dr. Christoph Gaiser die Entstehung des Werks und die Geschichte der choreographischen Fassungen. Danach wird im Gespräch mit Piotr Nardelli (in englischer Sprache) auf den Einstudierungsprozess von Maurice Béjarts Choreographie zu Ravels Musik eingegangen. Das 1961 in Brüssel uraufgeführte Tanzstück bildet den Abschluss des Programms Waves and Circles, das am 21. Dezember 2025 in Nationaltheater Premiere feiern wird.

Ergänzend zu den rund 75 Vorstellungen im National-, Prinzregenten- und Cuvilliéstheater bietet das Bayerische Staatsballett ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Proben- und Trainingsbesuchen, Workshops für Kinder und Erwachsene, Vorträgen, Diskussionsrunden und Hausführungen an. Dabei werden wissenswerte und spannende Inhalte zu den anstehenden Produktionen vermittelt, Debatten aus der Ballett- und Tanzwelt aufgegriffen oder Einblicke in den Arbeitsalltag der Compagnie gewährt. Veranstaltungsorte sind das Nationaltheater, das Ballettprobenhaus am Platzl, das Café Luitpold in der Brienner Straße 11 und das Kino „Theatiner Filmkunst“ in der Theatinerstraße 32.

Kommende Vorstellungen