Spielzeit 2021-22

Spielzeit-Beginn

Wir sind mit einem neuen Look in die Saison 2021-22 gestartet und haben mit Ihnen die Eröffnung der neuen Spielzeit gefeiert. Im Rahmen des Septemberfestes fand, neben regulären Vorstellungen im Cuvilliés-Theater und Nationaltheater, auch unser Brunnenhof-Fest statt. Das Programm lud zum Mitmachen und Flanieren ein. Durch günstige Tickets konnten wir auch neugierige Erstbesucher anlocken.  Außerdem starteten wir die neue Spielzeit auch über Münchens Stadtgrenzen hinaus und brachten das bewährte Format Oper für alle mit prominenter Besetzung nach Ansbach.

Staatsintendant Serge Dory, Ballettdirektor Igor Zelensky und Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski, sarteten am 15. September 2021 in ihre erste gemeinsame Spielzeit. Sie haben sich zur Aufgabe gemacht die Traditionen des Hauses weiter zu führen und engagiert eine Gesellschaft von Morgen mitzugestalten und dabei die Potentiale der Genre Oper, Ballett und Konzert auszuschöpfen. Sie sehen es als eine große Chance, Räume bieten und neue Räume schaffen zu können, im Opernhaus und an anderen Orten in der Stadt, an denen Menschen unterschiedlichster Herkunft sich versammeln, eine Gemeinschaft bilden und in einen Dialog treten, gesellschaftliche Debatten und ein gemeinsames Erleben möglich sind.

Neue Spielzeit – neues Team

Premieren 2021-22

Natürlich standen auch in der dieser Spielzeit Premieren an – und zwar nicht nur eine: Gleich vier neue Produktionen durften wir auf den Bühnen der Bayerischen Staatsoper begrüßen!

Neben dem bekannten Klassiker Cinderella, einem bezaubernden Ballett, das viele Kinderaugen zum Funkeln brachte, hielten auch die Oper Die Nase und die Spieloper Giuditta Einzug in unser Programm. 

Außerdem stand im Rahmen von KIND & CO, unserem Programm für Kinder und Familien, die Premiere von Der Mondbär an – ein Stück, das auch den Kleinsten die Welt der Oper eröffnet.

Neues Entdecken

2022 möchten wir Ihnen auch außerhalb des Nationaltheaters die Möglichkeit geben, Theaterluft zu schnuppern. Im Rahmen einer neuen Digitalstrategie haben wir attraktive Online-Formate ins Leben gerufen und die Bayerische Staatsoper auch auf ihren Social-Media-Kanälen noch präsenter gemacht.

Fortan bieten wir Ihnen mit folgenden Podcast-Formaten die Möglichkeit, Einblicke in verschiedene Bereiche der Oper zu gewinnen: In HOW TO OPER gehen Sie mit den Hosts Linda Becker und Kathi Roeb hinter die Kulissen unserer Neuproduktionen. Im AUDIOFEATURE von Professor Holger Noltze erfahren Sie Hintergründe zu Werk und Inszenierung. Der dritte Podcast,  „Hand aufs Hirn“, ist Teil unseres neugegründeten Dossiers APOLLON und bietet Raum für Gespräche mit Opinion-Leadern unserer Zeit. Mit APOLLON möchten wir diversen Themen der Kunst eine zweite Plattform bieten und veröffentlichen daher wöchentlich mehrere Beiträge, die sich mit verschiedenen Schwerpunkten unserer Neuinszenierungen auseinandersetzen. Apollon verdichtet die Themen, Narrative und Fragen aus dem Spielplan der Bayerischen Staatsoper und gibt ihnen eine weitere Bühne.

Auf Instagram ist seit Kurzem außerdem nicht mehr nur die Bayerische Staatsoper vertreten, sondern auch das Bayerische Staatsorchester und das Bayerische Staatsballett. So können wir Ihnen noch mehr Einblicke in unser Haus gewähren. 

Sie möchten trotzdem noch mehr über unsere Produktionen erfahren? Kein Problem!
Seit der Spielzeit 2021-22 halten wir die Entstehungsprozesse aller Neuproduktionen fest, und geben Ihnen mit den Formaten „FILES“ und „OBSERVATIONS“ die Möglichkeit, tiefer einzutauchen, als es bisher möglich war:
Die neue Reihe OBSERVATIONS dokumentiert künftig den gesamten Entstehungsprozess einer Neuinszenierung. In der ersten Episode erfahren Sie, wie eine Nase ihren Weg auf die Bühne findet. Und was hat es eigentlich mit den Leichenteilen auf sich? Regisseur Kirill Serebrennikov spricht über seine Inspiration, die Hintergründe der Inszenierung und die positiven Seiten am Regieführen aus dem Homeoffice. Außerdem diskutieren wir mit Vladimir Jurowski über Normalität sowie über das Schicksal des Kovaljov und das Werk von Dmitri Schostakowitsch, mit dem er seinen Einstand als Generalmusikdirektor gab. Weitere Episoden zu unseren Neuproduktionen finden Sie auf YouTube.
In unseren FILES sammeln wir alle Beobachtungen zu unseren Neuproduktionen – seien es Videos, Kurzvideos, Podcasts oder Reportagen. Wir folgen unseren Künstler:innen bis in die Probenräume. Spannend und überraschend wird es in jedem Fall! Hier finden Sie unsere NASEN.FILES und unsere GIUDITTA.FILES.

Im Rahmen des Förderprogramms #CreatorsForDiversity bekamen wir außerdem die Chance, die Bayerische Staatsoper auf TikTok zu präsentieren und uns für neue Orte der Begegnung sowie interaktive Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit dem Thema Diversität und Kultur einzusetzen. 

Spielzeit 2020-21

„Ein letzter Abend über Ende und Anfang“

Die Bayerische Staatsoper hat schon viele künstlerische Talente entdeckt und gefördert. Bei den Münchner Opernfestspielen 2021 haben sich ehemalige Mitglieder des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper zusammengetan und im Rahmen von „Feuer – Next Generation“ die Räume der Oper mit Gesang gefüllt.

Statt Abschied feierte der scheidende Staatsintendant Nikolaus Bachler „Wendende Punkte“: 20 wesentliche Szenen aus den Neuproduktionen seiner Amtszeit, mit drei Dirigenten, zwei Pianisten, 17 Sänger:innen, dem Staatsorchester, dem Monteverdi-Continuo-Ensemble, einem Film und ausgewählten Gedichten, gelesen vom Intendanten selbst. Keine Reden, keine Moderation. Eine bewegende Verbeugung vor der Kunst des Musiktheaters.

Ende und Anfang

Bachler und Petrenko

Zeit, Abschied zu nehmen: Mit den Opernfestspielen 2020-21 verabschiedeten sich der langjährige Intendant Nikolaus Bachler und der Generalmusikdirektor Kirill Petrenko von der Bayerischen Staatsoper und feierten mit uns zusammen die gemeinsame Zeit und die Kultur.

Zeit zum Abschied nehmen

Premieren-Highlights 2020-21

Heute ist morgen

Natürlich lieben wir die Klassiker der Oper und des Balletts – Die ZauberflöteCinderellaDer Nussknacker. Aber Kunst ist vielfältig und bunt und sie entwickelt sich weiter. Daher hat Ballettdirektor Igor Zelensky mit der Reihe Heute ist morgen ein Format kreiert, das zeitgenössischen Stimmen im Tanz und jungen Choreograph:innen eine Plattform bietet. 

Die Aufführungen im Münchner Prinzregententheater boten erzählerische, abstrakte, improvisierte, klassische Highlights sowie Elemente aus der Performance-Art und zeigten, in welche Richtung sich das Ballett der Zukunft entwickeln könnte.

Heute ist morgen

Idomeneo

Idomeneo feierte schon 1781 seine Uraufführung in München – damals im Cuvilliés-Theater. Als Abschluss der Saison 2020-21, die viele „Münchner“ Opern auf dem Spielplan sah (wie Die VögelIl segreto di Susanna  und Lear), kam Mozarts frühes Meisterwerk zurück an den Ort seiner Entstehung und feierte mit einer neuen Inszenierung von Regisseur Antú Romero Nunes Premiere im Prinzregententheater.

IDOMENEO

Tristan und Isolde

Auch Tristan und Isolde ist ein Stück Münchner Musikgeschichte. Die Protagonisten dieser neuen Interpretation sang das Operntraumpaar unserer Tage: Jonas Kaufmann und Anja Harteros, beide in Rollendebüts.

Das Bayerische Staatsorchester verabschiedete sich an diesem Abend, der dank Oper für Alle auch auf den Max-Joseph-Platz und per Live-Stream übertragen wurde, mit einer ganz besonderen Geste von seinem Generalmusikdirektor Kirill Petrenko.

 

Tristan und Isolde

Der Rosenkavalier

Eine der zahlreichen Premieren der vergangenen Spielzeit war die Neuinszenierung von Der Rosenkavalier. Das Besondere daran: Nach 50 Jahren in derselben Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper wurde die Oper von Strauss erstmals von Barrie Kosky neu interpretiert. Premiere war am 21. März 2021 unter der Leitung von Vladimir Jurowski.Marlis Petersen feierte ihr Debüt als Marschallin.

Der Rosenkavalier wird auch in der aktuellen Spielzeit zu sehen sein – Aufführungen sind für Mai 2022 und zu den Festspielen im Juli 2022 geplant. Und auch Barrie Kosky kehrt ans Nationaltheater zurück: Er inszeniert Das schlaue Füchslein von Leoš Janáček.

Der Rosenkavalier

Onlineprogramme

Das Jahr 2021 verschonte auch die Bayerische Staatsoper nicht mit dem Thema Corona und den zugehörigen Vorstellungsabsagen. Leider mussten wir in der Spielzeit 2020-21 für einige Zeit unsere Türen schließen. Mit einem umfangreichen Onlineprogramm und Live-Streams haben wir versucht, weiterhin alle geplanten Neuinszenierungen auf die Bühne zu bringen, und viele zusätzliche, auf die Situation zugeschnittene Produktionen kreiert, wie beispielsweise die Montagskonzerte. Oper, Operette, Konzert, Ballett, Kammermusik und Lied – die Bandbreite war groß, und manches konnte zu unserer großen Freude später sogar vor Publikum wiederaufgenommen werden.

Impressionen unserer Montagskonzerte