SPHÄREN.01 | Goecke
empfohlen ab 12 Jahren
Dauer ca. 1 Stunden 35 Minuten
ALL LONG DEM DAY und L'ÉTERNITÉ IMMOBILE ca. 19.30 - 20.05 Uhr Pause ca. 20.05 - 20.25 Uhr THE HABIT und LE GRAND SOT ca. 20.25 - 21.05 Uhr
Während der Theaterferien sind die Tageskasse, der telefonische Kartenverkauf sowie das Abonnementbüro vom 1. August bis einschließlich 31. August 2026 geschlossen. Schriftliche Bestellungen werden weiterhin bearbeitet. Auch online können Sie weiterhin Karten erwerben.
SPHÄREN.01 | Goecke
empfohlen ab 12 Jahren
Dauer ca. 1 Stunden 35 Minuten
ALL LONG DEM DAY und L'ÉTERNITÉ IMMOBILE ca. 19.30 - 20.05 Uhr Pause ca. 20.05 - 20.25 Uhr THE HABIT und LE GRAND SOT ca. 20.25 - 21.05 Uhr
Eine trancehafte Verbindung von Hip-Hop und Ballett zur Musik von Ravels Boléro (Marion Motin), die Verkörperung der Zeit zu Echo-Klängen aus der orthodoxen Kirchenmusik (Nicolas Paul), die Frage nach dem Halt in Krisenzeiten (Fran Diaz) sowie ein von Jazz-Klängen angefeuerter „Sinnerman“ (Marco Goecke): Vier faszinierende choreographische Sprachen bilden den Inhalt der ersten Ausgabe von Sphären im Prinzregententheater. In dieser Reihe richtet Ballettdirektor Laurent Hilaire seinen Fokus auf die jüngere Generation von Tanzschaffenden. Es geht darum, Verbindungen innerhalb einer choreographischen „Sphäre“ aufzuspüren und daraus Elemente einer möglichen tänzerischen Sprache der Zukunft abzuleiten. Es tanzen sowohl das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts als auch des Bayerischen Junior Balletts München.
Die Aufführungen im Prinzregententheater erfreuen sich großer Beliebtheit und zeigen das breite Spektrum an künstlerischen Handschriften, mit denen das Ballett heutzutage gestaltet wird. Erzählerische, abstrakte, improvisierte, klassische sowie Elemente aus der Performance-Art gelangen zum Einsatz und zeigen auf, in welche Richtung sich das Ballett entwickeln könnte.
LE GRAND SOT (Marion Motin)
Marion Motin ist eine französische Choreographin, die sich in verschiedenen Tanz-Genres zuhause fühlt. Ausgebildet in klassischem und zeitgenössischem Tanz verband sie sich am Anfang ihrer Karriere mit der Hip-Hop- und Battle-Szene in Paris. Choreographische Arbeiten entstanden für die von ihr gegründeten Kollektive „Swaggers“ und „Les Autres“ sowie für Tourneen und Musikvideos von Pop-Größen wie Robbie Williams, Dua Lipa, Madonna, den belgischen Singer-Songwriter Stromae oder den französischen Modedesigners Jean-Paul Gaultier. Aus ihrem 2021 uraufgeführten Stück Le Grand Sot (Der große Depp) zeigt das Bayerische Staatsballett die erste Szene zur Musik von Ravels Boléro. Auf der Bühne entfaltet sich ein ambivalenter Wettkampf, der an eine Trance erinnert und sich ins Unendliche fortsetzen könnte.
THE HABIT (Fran Diaz)
Mit einem Ensemble von acht Tänzer:innen kreiert Fran Diaz eine Choreographie, die um die Sehnsucht nach Halt in Krisenzeiten kreist. Mit dem Titel The habit spielt Diaz sowohl auf das Gewohnheitsmäßige als auch auf das priesterliche Gewand an. In der Abfolge der einzelnen Sequenzen lässt Fran Diaz eine faszinierend psychedelische, surreale und geisterhafte Stimmung entstehen, die an einen Fiebertraum erinnert. Inspirieren ließ sich der Choreograph unter anderem von zwei Filmen, die sich mit Glaubensfragen beschäftigen: Ordet des dänischen Regisseurs Karl Theodor Dreyer aus dem Jahr 1955 sowie der 1972 herausgekommene Dokumentarfilm Essene von Frederik Wiseman über ein Benediktinerkloster.
L´ÉTERNITÉ IMMOBILE (Nicolas Paul)
Der in Paris lebende Choreograph Nicolas Paul setzt sich in seinem neuen Stück für das Bayerische Staatsballett mit der Wahrnehmung von Zeit auseinander. Wie ein Gemälde der Leinwand bedarf, hängt für ihn das tänzerische Geschehen von zeitlichen Verläufen ab. Die Komposition The Hidden Face von John Tavener vereinigt Mittel der Minimal Music und der orthodoxen Kirchenmusik zu einem Klangbild, das den Eindruck von Zeitlosigkeit hervorruft. Dazu kreiert Nicolas Paul tänzerische Bilder, in denen das Spannungsverhältnis zwischen Ewigkeit und Augenblick zum Ausdruck kommt.
ALL LONG DEM DAY (Marco Goecke)
Marco Goecke kreierte die Choreographie All Long Dem Day 2015 für die Staatliche Ballettschule in Berlin. Der Titel ist dem Songtext Sinnerman von Nina Simone entnommen und meint so viel wie „den ganzen Tag lang“. Es handelt sich um einen Spiritual, der Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden ist und von der Sängerin meist an den Schluss ihrer Konzerte gesetzt wurde. Als Kooperation mit dem Bayerischen Staatsballett für die erste Ausgabe der von Ballettdirektor Laurent Hilaire neu konzipierten Reihe Sphären setzt das Bayerische Junior Ballett München Marco Goeckes Tanzsprache auf der Bühne des Prinzregententheaters um.